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Aprikosen zum Frühstück

(Satire; 10. Klasse Gymnasium)

Urlaub ist doch eine schöne Sache - zumindest die erholsamste im Jahr, auf die man sich ja irgendwie jedes Jahr aufs Neue freut. Noch dazu, wenn's mal wieder nach Dänemark geht.
Es gibt doch nichts Schöneres für einen Jugendlichen als mit der Familie samt Hund im Auto nach Dänemark zu reisen. Naja, das eine Mal werde ich meiner Mama den Gefallen noch tun.
Eigentlich freue ich mich auch auf den Urlaub - so schlimm kann es ja nicht werden. Das dachte ich zumindest bis zu dem Augenblick, in dem mir meine Mama verkündete, dass mit Familienurlaub wirklich die ganze Familie gemeint ist, inklusive Oma, Großtante und Großonkel, damit sie auch einmal an die Nordsee kommen. Und schon bin ich mir mit dem Gedanken, meiner Mama dieses eine Mal noch den Gefallen zu tun, gar nicht mehr so sicher. Aber was tut man nicht alles. Ich glaube, den ganzen Stress vor dem Urlaub mitsamt den Vorbereitungen brauche ich hier nicht weiter zu erläutern.
Am Tag der Abreise stopfen sich alle in einen Mietwagen. Zwischen sämtlichen Beuteln, Koffern und Proviantpaketen, die eher an Survival-Paks für eine 2-wöchige Expedition erinnern, haben nun alle ihren Sitzplatz bekommen - selbst der Hund.
Die Toilettenzeremonien während einer Fahrt sind sicher jedem bekannt und müssen an dieser Stelle nicht weiter geschildert werden. Nach öfteren besorgten Anfragen meiner Oma, ob meiner Großtante nun doch durchs Autofahren schlecht ist, lässt sich meine Tante das zuvor gegessene Ei noch einmal durch den Kopf gehen. Auch die nun folgende Diskussion, ob das Ei nun schlecht war, oder nicht, blieb mir leider nicht erspart.
Nach 1,5 Stunden Haus-Suche sind wir da. Jeder weiß sicher, wie alles Weitere vonstatten läuft: Koffer auspacken, Zimmer einrichten und Gegend erkunden. Die älteren Generationen haben beschlossen, bei der Erkundung des Strandes nicht teilzunehmen.
So ein Urlaub mit 3 verschiedenen Generationen ist Stress pur.
Die alten Leutchen wollen früh ins Bett, stehen nicht auf ellenlange Spaziergänge und mäkeln an allem rum. Noch dazu unterhalten sie sich, wo es nur geht, über ihre Wehwehchen und Zipperlein. Und wie meine Oma so ist, sorgt sie dafür, dass jeden Morgen frische Aprikosen oder zumindest Pflaumen auf dem Tisch liegen - aber nur für sich, Onkel und Tante, man muss es ja nicht gleich übertreiben! Ihrer Meinung nach bewirkt es einen guten Stuhlgang... was natürlich auch lang und breit am Tisch ausdiskutiert wird...
Dies erfreut meine Eltern und mich jeden Morgen aufs neue, nach dem Motto "Täglich grüßt das Murmeltier".
Halle, 19.01.2002

Einsendung von: metalqueen@gmx.net    
 

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