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Max-Planck-Tag 2018

Anlässlich des deutschlandweiten Max-Plack-Tags am 14. September 2018 haben sich die beiden in Halle ansässigen Max-Planck-Institute zusammengetan, um am Vorabend, Donnerstag, 13. September 2018, bei einer Abendveranstaltung von 18 bis 20.30 Uhr einem breiten Publikum einen Ausschnitt aus ihren jeweiligen Forschungsgebieten zu präsentieren. In zwei Vorträgen stellen sie der interessierten Öffentlichkeit vor, welche Rolle sowohl in der Physik als auch in der Sozial- und Kulturanthropologie die Forschung mit Daten und Strukturen auf der Mikroebene spielen.

Es ist die erste gemeinsame öffentliche Veranstaltung der beiden Institute seit ihrer Gründung in Halle. Das Institut für Mikrostrukturphysik, Weinberg 2, 06120 Halle (Saale), wird die Veranstaltung in seinem neu eröffneten großen Hörsaal durchführen.

Programm
Grußworte der Geschäftsführenden Direktoren
Marie-Claire Foblets und Stuart S.P. Parkin

18:00 - 18:45 Uhr
Grüne Kredite, Datensammlung, und Infopower
Dr. Charlotte Bruckermann, Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung, Halle

Dieser Vortrag setzt sich mit der online Vermessung und offline Verbesserung von ökologischem Verhalten in China auseinander. Durch einen spielerischen Emissionshandel soll das Sammeln grüner Kredite vertrauenswürdige Bürger und eine verantwortungsbewusste Gesellschaft schaffen. Doch die Digitalisierung, Bewertung, und Veränderung von Verhalten durch Quantifizierung und Datensammlung wirft Fragen über die Reichweite von Firmen und Staaten in die Privatsphäre auf. Ferner ermöglichen solche Plattformen neue Regierungsformen, die sich durch automatisierte und algorithmische Formeln entfalten und damit durch informationsbezogene Macht, oder sogenanntes Infopower, die Bevölkerung verwalten. Die ethnographische Vorgehensweise der langfristigen Feldforschung ermöglichen persönliche Einsichten in Verständnisse von Vertrauen, Verwaltung, und Verhalten unter der Gestaltern und Nutzern dieser Plattformen als Bürger einer der weltgrößten Staaten.

18:45 - 19:30 Uhr
Der singende Biomüll – Einblicke in Überraschungen der Elektronikzukunft
Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. Gerhard Fettweis, Technische Universität Dresden, Dresden

Wir gehen heute alle stetig mit elektronischen Geräten um – das Handy ist sicherlich das prominenteste Beispiel. Mit den Fortschritten der Elektronik selbst beschäftigen wir uns weniger, die Forschung allerdings sehr. Uns Forscher interessiert, wie wir die Elektronik stetig verbessern können. Das ist hoch spannend für uns, und wir finden immer wieder neue Wege, so auch im Exzellenzcluster „Center for Advancing Electronics“ (cfaed) der TU Dresden. Allerdings wofür? Welche Visionen könnten wahr werden, und wie hilft uns das in unserem Alltag sowie als Gesellschaft? Welche „echten“ Probleme könnten wir so lösen?

Anschließend an die Vorträge gibt es in der Lounge Gelegenheit zum Austausch.

Interessenten melden sich für die Teilnahme bitte unter folgendem Link an:
https://goo.gl/forms/ct3sgU56SLlXpECg1

Quelle: News d. Stadt


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