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Herzwochen 2018: Herz außer Takt - Vorhofflimmern und Gerinnungshemmung

Halle. UKH. Das Vorhofflimmern stellt die häufigste Herzrhythmusstörung bei Patienten/-innen ab dem 70. Lebensjahr dar. Es kann durch mehrere Umstände und Mechanismen ausgelöst und unterhalten werden, ist mit individuell unterschiedlichen Symptomen verbunden und stellt mit seinen vielen Therapiemöglichkeiten eine tägliche medizinische Herausforderung dar. Das Vorhofflimmern ist als eine chronische Erkrankung. Europaweit sind etwa 15 Millionen Menschen davon betroffen. Es handelt sich dabei um die häufigste Rhythmusstörung.

Die Deutsche Herzstiftung hat daher für die bundesweiten Herzwochen 2018 das übergeordnete Thema "Herz außer Takt - Vorhofflimmern und Gerinnungshemmung" ausgewählt. Das Mitteldeutsche Herzzentrum (MDHZ) der Universitätsmedizin Halle (Saale) erklärt in einer öffentlichen Veranstaltung die wesentlichen Entstehungsmechanismen, die diagnostischen Methoden und die mannigfaltigen Therapiemaßnahmen auf dem aktuellen Stand der kardiovaskulären Medizin.

Die Veranstaltung am Samstag, 17. November 2018, richtet sich an Betroffene und die allgemeine Öffentlichkeit, beginnt um 9 Uhr und dauert bis etwa 15 Uhr. Veranstaltungsort ist das Universitätsklinikum Halle (Saale), Standort Ernst-Grube-Straße 40, Lehrgebäude/Hörsaal. Auf dem Programm stehen Vorträgen von Experten/-innen der Universitätsmedizin Halle (Kardiologie, Herzchirurgie, Kinderkardiologie, Anästhesie), aber auch von Ärzten/-innen anderer Krankenhäuser und niedergelassene Kardiologen. "Neben den Vorträgen können die Besucher/-innen ab 14.30 Uhr an Reanimationsübungen teilnehmen. Sie erhalten dadurch praktische Anleitungen für lebensrettende Einsätze im Alltag", erklären PD Dr. Michel Noutsias (Kardiologie) und Prof. Dr. Hendrik Treede (Herzchirurgie) vom Mitteldeutschen Herzzentrum.

Hintergrund
Über 1,8 Millionen Menschen in Deutschland haben Vorhofflimmern. Jedes Jahr kommen Tausende dazu. Mit dem Alter steigt das Risiko steil an, Vorhofflimmern zu bekommen: Bei den über 60-Jährigen liegt die Häufigkeit bei etwa fünf Prozent, bei den über 80-Jährigen sind es sogar rund 15 Prozent. "Vorhofflimmern ist eine ernst zu nehmende Herzrhythmusstörung, die unbemerkt und unbehandelt lebensbedrohlich für Herz und Gehirn werden kann, bis hin zu Herzschwäche und Schlaganfall. Das zu verhindern, muss Vorhofflimmern frühzeitig vom Arzt diagnostiziert und konsequent behandelt werden", warnt Prof. Dr. med. Dietrich Andresen, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Herzstiftung. "Viele Patienten klagen über einen erheblichen Verlust an Lebensqualität. Besonders dann, wenn sie nur zwischenzeitlich für ein paar Stunden oder Tage Vorhofflimmern haben und daher wissen, wie schön ein regelmäßiger Herzrhythmus ist", betont Andresen. Bei Vorhofflimmern ist das Herz meist völlig außer Takt. Der erste Anfall kann mit heftigen Schlägen bis in den Hals hinauf, Druckgefühl im Brustkorb und einer ungewohnten Luftnot bei leichten Tätigkeiten (Treppensteigen) auftreten. Betroffene verspüren eine plötzliche Unruhe, wenn das Herz völlig unregelmäßig und schnell mit einem Puls von bis zu 160 Schlägen pro Minute rast, selten auch schneller.


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