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Minister setzen sich für mehr Kita-Qualität und offensive Fachkräftegewinnung ein

Quedlinburg. MS/LSA. Mehr Qualität in der Kindertagesbetreuung, eine offensive Fachkräftegewinnung für das Berufsfeld Erzieherin und Erzieher sowie der weitere Fahrplan zur Verstetigung des Bundesengagements im Bereich Frühe Hilfen im Kinderschutz waren Themen auf der Jugend- und Familienministerkonferenz am 18. und 19. Mai 2017 in Quedlinburg. Unter Vorsitz von Sachsen-Anhalts Ministerin für Arbeit, Soziales und Integration, Petra Grimm-Benne, fassten die die Ministerinnen und Minister sowie Senatorinnen und Senatoren der Länder für Jugend- und Familienpolitik zudem Beschlüsse zur weiteren Harmonisierung des Anerkennungsverfahrens für ausländische Berufsqualifikationen. Zudem erörterte die Konferenz Chancen und Risiken der Digitalisierung für das Zusammenlesen in Familie und unterstrichen die Bedeutung eines nationalen Gesundheitsziels rund um die Geburt.

Qualitätsentwicklung in der Kindertagesbetreuung
Die Konferenz fasste im Beisein der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Manuela Schwesig, den Beschluss, die Qualität in der Kindertagesbetreuung weiter auszubauen. Dazu sind in den vergangenen Jahren von Bund und Ländern und unter Einbeziehung der Kommunalen Spitzenverbände sowie der Wirtschaft Eckpunkte für ein Qualitätsentwicklungsgesetz des Bundes erarbeitet worden. Dieses Gesetz soll der Bund nunmehr auf den Weg bringen. Vorgesehen ist laut den Eckpunkten, dass der Bund sein finanzielles Engagement spürbar und vor allem auch dauerhaft erhöht.

Unter anderem heißt es in dem Beschluss: "Aus Sicht der JFMK ist nunmehr für den weiteren Verlauf des Prozesses entscheidend, dass der Bund seinen maßgeblichen finanziellen Beitrag tatsächlich einbringt und auf der Basis eines - auch die finanziellen Aspekte sicherstellenden - Qualitätsentwicklungsgesetzes länderspezifische Zielvereinbarungen zwischen Bund und Ländern geschlossen werden können, auf deren Grundlage sich der Bund systematisch und dauerhaft an der Kita-Finanzierung beteiligt und entsprechend der jeweiligen Entwicklungsbedarfe in den Ländern und von den Ländern festzulegenden Handlungszielen bereits laufende Qualitätsentwicklungsprozesse verstärkt oder neue Qualitätsentwicklungen begonnen werden." Die Länder stellten zugleich klar: "Die Länderanteile an der Finanzierung der Kindertagesbetreuung sind bereits gegenwärtig sehr hoch. Aufgrund einer weiter steigenden Nachfrage von Eltern nach Kindertagesbetreuung, hoher Geburtenzahlen und der erwünschten Integration von Kindern mit Fluchterfahrung werden sie weiter deutlich anwachsen. Vor diesem Hintergrund soll die Bundesbeteiligung an der Finanzierung nicht mit der Erwartung einer noch darüber hinaus entsprechend anteiligen Steigerung der Landesanteile verbunden werden."

Fachkräftegewinnung für Kindertagesstätten

Um den steigenden Fachkräftebedarf an Erzieherinnen und Erziehern zu decken, wie er durch die Umsetzung des Rechtsanspruchs auf Kindertagesbetreuung, durch qualitative Verbesserungen, einen andauernden Kitaplatz-Ausbau sowie die Weiterentwicklung des Ganztagsbetriebs an Schulen zu verzeichnen ist, haben sich in die Länder in einem gemeinsamen Antrag auf ein Maßnahmepaket verständigt. Grundlage soll eine Analyse der aktuellen und zukünftigen Fachkräftesituation und -bedarfe unter Beachtung der Ersatzbedarfe sein. Dem schließt sich laut Beschluss die Prüfung einer verbesserten Förderung durch die Arbeitsverwaltung an. Eine Erhöhung der Vollzeit-Wochenarbeitszeit sowie innovative Arbeitszeitmodelle sollen weiterhin zur Attraktivität des Berufsfeldes beitragen. Einen ersten Zwischenbericht der Arbeitsgruppe soll es bereits Ende des Jahres geben.

Frühe Hilfen für besseren Kinderschutz
Die Jugend- und Familienministerkonferenz stellte dem in den Vorjahren durch intensive Bundesunterstützung und gemeinsam mit Ländern und Kommunen aufgebauten System der Frühen Hilfen für einen besseren Kinderschutz ein gutes Zeugnis aus und sprach sich für eine dauerhafte Sicherung des Hilfesystems aus. Die Angebote der Frühen Hilfen hätten sich bewährt. In gemeinsamer Handlungsverantwortung habe der präventive Kinderschutz, vor allem durch die intensivierte intersektorale Zusammenarbeit zwischen Gesundheitswesen und Jugendhilfe, gestärkt werden können. Ein wesentlicher Beitrag zur Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse im Bundesgebiet sei geleistet worden, heißt es in dem Beschluss. Das BMFSFJ und die Länder arbeiten derzeit an einer Verwaltungsvereinbarung zur Fortsetzung der Frühen Hilfen in einem Fonds. Ein Inkrafttreten der Verwaltungsvereinbarung zum 1. Januar 2018 soll angestrebt werden.

Digitalisierung: Neue Chancen für Familien
Zum Thema Digitalisierung stellte die Jugend- und Familienministerkonferenz fest, dass Smartphone, Tablet und Laptop eine Chance für das Familienleben seien, da sie neue Formen der Kommunikation, der Organisation sowie der Vereinbarkeit von Familie und sowie für das soziale Miteinander eröffneten. Insbesondere für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf biete die Digitalisierung große Chancen. Mobiles Arbeiten könne Müttern und Vätern Pendlerstrecken ersparen und damit mehr Zeit und Flexibilität für die Familie ermöglichen. Hierfür bedürfe es eines grundlegenden Wandels gängiger Unternehmenskultur. Gleichzeitig sieht die JFMK aber auch die Notwendigkeit, Rahmenbedingungen zu schaffen, die einer Belastung der Familien durch ständige berufliche Erreichbarkeit vorbeugen. Die Konferenz begrüßte daher die Initiative des Bundes, mobile Arbeit im Unternehmensnetzwerk unter dem Motto "Erfolgsfaktor Familie" begleitend erforschen zu lassen. Die Bundesregierung wurde gebeten, über diese Maßnahmen hinaus ein Konzept mit dem Ziel zu erarbeiten, mobile Arbeit als selbstverständliches Angebot für alle diejenigen Mütter und Väter zu etablieren, deren Tätigkeit sich hierfür eignet.

Gesundheitszieleprozess
Die Jugend- und Familienministerkonferenz begrüßte ferner die Initiative des Kooperationsverbundes gesundheitsziele.de, den Gesundheitszieleprozess in Deutschland voranzutreiben und ein neues Ziel "Gesundheit rund um die Geburt" etablieren zu wollen. Das erste Jahr nach der Geburt sie als besonders wichtige Phase der gesunden Entwicklung von Kindern und der Familienentwicklung zu fördern und zu unterstützen, heißt es in dem Konferenzbeschluss.

Die Jugend- und Familienministerkonferenz 2018 findet am 3. und 4. Mai in Kiel in Schleswig-Holstein statt.


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