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Gemeinsam für eine gute Pflege die Stellschrauben drehen

Magdeburg. MS/LSA. "Die Gesundheitsversorgung der Zukunft werden nicht mehr spezialisierte Einzelkämpfer bewältigen können, sondern interprofessionelle Teams, die es verstehen, über Versorgungs- und Professionsgrenzen hinweg zu arbeiten", sagt Andreas Westerfellhaus, Pflegebevollmächtigter der Bundesregierung. Pflegekräfte seien nicht die Handlager anderer Professionen, sondern wollten und könnten mit allen Gesundheitsberufen auf Augenhöhe arbeiten, so der Staatssekretär und gelernte Krankenpfleger.

"Wir brauchen einen Tarifvertrag Pflege", sagt Petra Grimm-Benne, Ministerin für Arbeit, Soziales und Integration. Das Ministerium habe zwar keine Arbeitgeberfunktion und sitze nicht mit am Verhandlungstisch, sie wolle diesen Prozess aber gerne unterstützen. "Gutes Geld für gute Arbeit ist ein zentraler Faktor bei der Bewältigung des Fachkräftemangels", so Grimm-Benne.

Westerfellhaus nahm mit rund 70 Vertretern von Trägern, Vereinen, Verbänden, Wissenschaft und Politik am Runden Tisch Pflege teil. Das Gremium unter Federführung des Ministeriums für Arbeit, Soziales und Integration zog eine Zwischenbilanz seiner bisherigen Arbeit. In sechs Veranstaltungen hatte es sich unter verschiedenen Blickwinkeln der Frage gewidmet, wie es um die Pflege in Sachsen-Anhalt bestellt ist und wie sie sich weiter entwickeln soll.

Die Ergebnisse der Sitzungen mündeten in Handlungsempfehlungen, beispielsweise in der Aufwertung des Pflegeberufes, die Stärkung von Kommunen in pflegepolitischer Kompetenz und Verantwortung und die Behebung des Lehrkräftemangels durch Entbürokratisierung und Seiteneinsteigerprogramme. "Das wird uns helfen, die Pflege in Sachsen-Anhalt gut aufzustellen", sagte Grimm-Benne mit Blick auf die Fortführung des erfolgreichen Formates. Sie plädierte für einen breiten gesellschaftlichen Diskurs zum Thema Pflege, bei dem sich alle mitgenommen fühlten.


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