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Willingmann gratuliert zur Aufnahme des Naumburger Domes in das Weltkulturerbe

Magdeburg. MW/LSA. Mit großer Freude hat Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Prof. Dr. Armin Willingmann die Entscheidung des UNESCO-Welterbe-Komitees aufgenommen, wonach der Naumburger Dom heute in die UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wurde. "Mein Glückwünsch und Dank für die langjährige und unermüdliche Arbeit gehen an den Förderverein Welterbe an Saale und Unstrut, an die Vereinigen Domstifter, an die Stadt Naumburg und an den Burgenlandkreis", erklärte Willingmann am Sonntag. "Sie alle haben gemeinsam mit dem Land die Grundlagen für die Aufnahme des Domes ins UNESCO Welterbe erarbeitet und sich auch von den Rückschlägen in den vergangen Jahren nicht entmutigen lassen."

Sachsen-Anhalt ist mit nunmehr fünf Weltkulturerbestätten und zusätzlich mit dem Weltnaturerbe der UNESCO, dem Biosphärenreservat Mittelelbe, reich ausgestattet, es verzeichnet die höchste Dichte von Welterbestätten in Deutschland. "Darauf können wir sehr stolz sein", betonte Willingmann, "die neuerliche Titelvergabe wird sicherlich auch unserer Tourismuswirtschaft einen weiteren Schub verleihen". Mit mehr als 120.000 Besuchern jährlich zähle der Naumburger Dom schon jetzt zu den besucherstärksten Baudenkmälern entlang der "Straße der Romanik".

In den kommenden Jahren will die Landesregierung Sachsen-Anhalt zu einem der führenden Kulturreiseländer in Deutschland weiterentwickeln. Die Weltkulturerbestätten gehören dabei aus touristischer Sicht zu den wichtigsten Besuchszielen und Themen, um das Land als Kulturreiseziel national und international im Reisemarkt zu positionieren. Ein großer Erfolg konnte dabei bereits im vergangenen Jahr erzielt werden: Im Jahr des Reformationsjubiläums verzeichnete das Land erstmals mehr als acht Millionen Gästeübernachtungen.

Hintergrundinformationen
Der Naumburger Dom St. Peter und Paul zählt zu den bedeutendsten Kulturdenkmälern des europäischen Hochmittelalters und ist der Besuchermagnet an der "Straße der Romanik" in Sachsen-Anhalt (120.000 Besucher pro Jahr). Die im Dom versammelten Kunstwerke aus Romanik und Gotik erlauben einen besonderen Einblick in die mittelalterliche Liturgie und Kulturgeschichte. Die größte Anziehungskraft üben die Arbeiten des Naumburger Meisters aus, eines namentlich unbekannten Architekten und Steinbildhauers. Durch die gotische Kathedralbaukunst Frankreichs inspiriert, gelangte er in der Mitte des 13 Jahrhunderts nach Naumburg und war für die Planung, Ausstattung und Ausführung des Westchors verantwortlich. Die hier geglückte Verbindung von Architektur, Plastik und Glasmalerei ist in ihrer Art einzigartig. Insbesondere faszinieren die Reliefs zur Passionsgeschichte am Westlettner und die zwölf lebensgroßen Stifterfiguren durch ihre unvergleichliche Wirklichkeitsnähe und individuelle Ausdruckskraft. Vor allem die Stifterfigur Uta vermag jährlich tausende Besucher in ihren Bann zu ziehen. Sie gilt als einmaliges Zeugnis gotischer Kunst und ist das Sinnbild für "die schönste Frau des Mittelalters".


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