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Ministerpräsident Haseloff zieht Bilanz der Lutherdekade

Magdeburg. STK/LSA. Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff hat heute in Wittenberg gemeinsam mit dem Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm und dem Oberbürgermeister der Lutherstadt Torsten Zugehör eine positive Bilanz der Lutherdekade gezogen. "Lutherdekade und Reformationsjubiläum haben in unserem Land eine bleibende Spur hinterlassen", sagte Haseloff bei einer Festveranstaltung.

Erinnert wurde an den Abschluss der Rahmenvereinbarung zwischen dem Land Sachsen-Anhalt, der Evangelischen Kirche in Deutschland, der Lutherstadt Wittenberg, der Union Evangelischer Kirchen in Deutschland und der Stiftung Luthergedenkstätten, vor neun Jahren.

Diese hatte fünf Ziele ausgewiesen:

1. Sanierung der Schlosskirche und Übertragung des Eigentums an der Schlosskirche vom Land an die EKD.
2. Sanierung des Schlosses Wittenberg und teilweise Übertragung des Eigentums von der Lutherstadt Wittenberg an die EKD zwecks Nutzung durch das evangelische Predigerseminar.
3. Sanierung des Augusteums Wittenberg für Zwecke der Stiftung Luthergedenkstätten und Eigentumsübertragung vom Land auf die Stiftung.
4. Gründung einer reformationsgeschichtlichen Forschungsbibliothek und Einzug der Bibliothek in das sanierte Schloss Wittenberg.
5. Ablösung aller historisch geprägten Ansprüche durch die neuen Eigentumsverhältnisse.

Das Land förderte das Reformationsjubiläum mit insgesamt ca. 80 Mio. €. Davon wurden 60 Mio. für Baumaßnahmen an den Reformationsstätten und ca. 20 Mio. Euro für Veranstaltungen und für die Geschäftsstelle aufgewendet.

Der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, dankte im Namen der EKD "allen, die mitgeholfen haben die Schlosskirche in neuem Glanz und in neuer Funktion zu etablieren. Jetzt ist es die Aufgabe, die Gebäude mehr sein zu lassen als Museen und sie mit einem Geist zu füllen, der uns im Sinne der Reformation immer wieder inspiriert und deswegen immer wieder zu neuen Ufern aufbrechen lässt. Das ist für das Gemeinwesen genauso wichtig wie für die Kirche."
Oberbürgermeister Zugehör würdigte vor allem den Mut und die Entschlossenheit der Unterzeichner der Rahmenvereinbarung. "Besonders beeindruckt, so OB Zugehör hat mich das Zusammenspiel der Akteure. Wir haben gefochten, geschlichtet und gut zusammengearbeitet. Entscheidend für die kommenden Jahre wird aber sein, wie die Partner der Rahmenvereinbarung diese Erfahrungen für die Zukunft Wittenbergs und für die gesamte Region einsetzen."


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