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Universitäts- und Landesbibliothek zeigt seltene Stammbücher in der Saline

Stammbücher sind die reich illustrierten Vorgänger der heutigen Poesie- und Freundschaftsalben und werden nur selten gezeigt. Eine große Sammlung dieser Stammbücher ist in Besitz der Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalts (ULB) in Halle. Sie konnte mit dem Erwerb der Exemplare des Hannoveraner Sammlers Dr. Hans Stula im Jahr 2016 auf fast 300 verdoppelt werden. Erstmals werden ab Freitag, 17. November, in einer Ausstellung im Halloren- und Salinemuseum 60 dieser neu erworbenen Stammbücher sowie einige wertvolle Exemplare aus dem Altbestand der ULB unter dem Titel „Nicht zum Fressen, nicht zum Saufen, sondern Weisheit einzukaufen …“ gezeigt.

Die ULB sammelt Stammbücher seit vielen Jahren. Sie geben Einblicke in das studentische Leben früherer Tage und dienen als wichtige sozialgeschichtliche Quelle. Die reichhaltige Sammlung umfasst Stammbücher, die vom Ende des 16. Jahrhunderts bis zur zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts datieren - darunter sind etwa 180 Bücher mit halleschen Einträgen, die den Alltag an der Friedrichs-Universität Halle greifbar machen. Die Ausstellung im Halloren- und Salinemuseum zeigt daraus die schönsten Exemplare, darunter Raritäten etwa mit Einträgen des Balladendichters Gottfried August Bürger (1747-1794) oder von „Turnvater“ Friedrich Ludwig Jahn (1778-1852) in die Stammbücher ihrer halleschen Kommilitonen. Auch Einträge bedeutender hallescher Universitätsprofessoren, unter anderen Christian Thomasius (1655-1728), Christian Wolff (1679-1754), August Hermann Francke (1663-1727) können Besucher bestaunen.

Die Ausstellung ist bis zum 14. Januar 2018 zu sehen. Die Vernissage findet am Donnerstag, 16. November, 17 Uhr, statt. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit 144 Seiten und 140 Abbildungen.


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