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Nahrungsergänzungen gegen Gelenkbeschwerden: von wirkungslos bis riskant

(Verbraucherzentrale / 26.10.2017) Gelenkmittel sollen gegen Arthrose helfen oder die Knorpelmasse schützen - so verspricht es die Werbung der Hersteller. Die Verbraucherzentralen haben 25 Nahrungsergänzungsmittel auf ihre Zusammensetzung, Dosierung und Werbeversprechen geprüft. Das Ergebnis: Der Nutzen der Produkte bei Gelenkerkrankungen oder -beschwerden ist fraglich, die Mittel sind häufig zu hoch dosiert und können zum Teil sogar gesundheitliche Risiken mit sich bringen.

Wirkung ist nicht nachgewiesen
Anbieter von Gelenkmitteln zur Nahrungsergänzung dürfen die zugesetzten Stoffe Glucosamin und Chondroitin nicht mit Gesundheitsversprechen bewerben. Das schreibt die EU vor, weil die gesundheitliche Wirkung dieser Stoffe nicht nachgewiesen ist. Doch nicht alle Anbieter halten sich an dieses Verbot.

Die Verbraucherzentralen fanden bei 73 Prozent der Internet-Produkte gesundheitsbezogene Angaben, die nicht zugelassen sind. Klärungsbedarf hinsichtlich der Zulässigkeit der Werbeaussagen besteht nach Auffassung der Verbraucherzentralen auch bei fast der Hälfte der im stationären Handel eingekauften Produkte. Die Rechtmäßigkeit dieser Angaben werden die Verbraucherzentralen juristisch prüfen.

Gesetzliche Höchstmengen fehlen
Ein großes Problem bei Nahrungsergänzungsmitteln ist das Fehlen von gesetzlichen Höchstmengen, weder für Vitamine und Mineralstoffe noch für alle sonstigen (in NEM) eingesetzten (Wirk)Stoffe wie eben auch für Glucosamin und Chondroitin gibt es sie. Die Europäische Arzneimittelagentur hat bei einem Arzneimittel eine Dosierung von 1.250 mg Glucosamin pro Tag als pharmakologisch wirksam beurteilt; an dieser Bewertung haben sich die Verbraucherzentralen bei ihrer Untersuchung orientiert. Bei mehr als der Hälfte der Nahrungsergänzungsmittel aus dem Internet lag die empfohlene Tagesdosis knapp über oder unter diesem Wert. "Die Anbieter umgehen so die Prüf- und Nachweispflichten, die für Arzneimittel vorgeschrieben sind", erläutert Bergmann.

"Besonders Produkte aus dem Internet versprechen oft mehr gesundheitlichen Nutzen, als belegt und erlaubt ist", erklärt Christa Bergmann von der Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt.

Risiken und Nebenwirkungen
Gesundheitlich riskant kann die Einnahme von Glucosamin- und Chondroitinhaltigen Gelenkmitteln vor allem für Menschen werden, die unter Diabetes leiden, Blutgerinnungshemmer einnehmen oder allergisch auf Krebstier- oder Fischeiweiß reagieren. Hinweise auf Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen mit Medikamenten sind für Nahrungsergänzungsmittel nicht vorgeschrieben. Lediglich auf die Allergene muss hingewiesen werden.

Verbraucherzentralen fordern Nachbesserung der gesetzlichen Regelungen und mehr Kontrolle.

Die Forderungen im Einzelnen

  • Alle in Deutschland angebotenen Nahrungsergänzungsmittel müssen vor der Markteinführung behördlich auf Sicherheit und Richtigkeit der Werbeaussagen geprüft werden.
  • Alle "sonstigen Stoffe" in Nahrungsergänzungsmitteln, wie bspw. Glucosamin und Chondroitin, sollten über Positivlisten zugelassen werden.
  • Der Gesetzgeber sollte wie in der europäischen Nahrungsergänzungsmittel-Richtlinie schon vor 15 Jahren vorgesehen endlich Höchstmengen für die zugesetzten Stoffe festlegen.
  • Hinweise zu Risiken und unerwünschten Wirkungen müssten gesetzlich vorgeschrieben werden.
  • Die Überwachungsbehörden sind gefordert, gemäß der Health-Claims-Verordnung unzulässige Gesundheitsversprechen in größerem Umfang zu ahnden.
  • Verbraucherinnen und Verbraucher müssen besser über mögliche Risiken und wirksame Alternativen wie das Vermeiden von Übergewicht und regelmäßige Bewegung aufgeklärt werden.

Der ausführliche Ergebnisbericht: klartext-nahrungsergaenzung.de/nahrungsergaenzungen-gelenkbeschwerden.

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