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Deutschlandwetter im April 2018

Wärmster April seit Messbeginn 1881, trocken und sonnenscheinreich

Offenbach, 30.04.2018. DWD. Hochdruckgebiete über Mitteleuropa und Skandinavien hielten im April die Tiefausläufer meist fern von Deutschland. So herrschten bereits Anfang des Monats überwiegend frühlingshafte, ab der zweiten Monatshälfte sogar sommerliche Temperaturen. Im Mittel war damit der Monat für Deutschland und für viele Bundesländer der insgesamt wärmste April seit Beginn kontinuierlicher Wetteraufzeichnungen im Jahre 1881. Niederschläge fielen zum Auftakt vor allem in Norddeutschland nochmal als Schnee.
Danach entwickelten sich mit höheren Temperaturen gebietsweise heftige Gewitter mit Starkregen und schweren Sturmböen. Alles in allem zeigte der April neben der ungewöhnlichen Wärme ein deutliches Niederschlagsdefizit bei überdurchschnittlicher Sonnenscheindauer.
Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2000 Messstationen.

Anfangs frühlingshaft, zur Monatsmitte außergewöhnlich warm

Mit hochgerechnet 12,4 Grad Celsius (°C) lag im April 2018 der Temperaturdurchschnitt um etwa 5,0 Grad über der Referenz von 7,4 °C, dem Aprilwert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Gegenüber der späteren Vergleichsperiode 1981 bis 2010 betrug die positive Abweichung immer noch rund 4 Grad. Durch die anfangs frühlingshaften, zur Monatshälfte hin sommerlichen, tlw. sogar hochsommerlichen Temperaturen, war der Monat auch wärmer als der April 2009, dem mit 11,8 °C bisher wärmsten April. Selbst der ausgesprochen kühle Monatsbeginn im Norden Deutschlands änderte daran nichts. Hoch "Norbert" brachte dem Bundesgebiet ab der Monatsmitte ein einwöchiges Sommerfeeling: Ohlsbach, südöstlich von Offenburg, verzeichnet am 22. mit einer Tageshöchsttemperatur von 30,4 °C den ersten "Heißen Tag" des Jahres. In der Nacht sanken die Temperaturen kaum noch in Frostnähe. Fritzlar, südwestlich von Kassel, meldete am 6. mit -4,9 °C den niedrigsten Einzelwert.

Gebietsweise erste schwere Gewitter - dennoch insgesamt deutlich zu trocken
Der April verfehlte mit rund 35 Litern pro Quadratmeter (l/m²) sein Soll von 58 l/m² recht deutlich. Dabei traten bundesweit sehr unterschiedliche Niederschlagssummen auf. An Ostern sorgte typisches Aprilwetter für Niederschläge, die im Norden nochmal als Schnee
fielen: Am 1. meldete Tribsees, südwestlich von Stralsund 20 cm, am 2. Neu-haus am Rennweg im Thüringer Wald 22 cm. Besonders trocken war der April in der Hallertau, dem Gäuboden und in der Bodenseeregion - örtlich waren es insgesamt nur etwa 10 l/m². Im hessischen Odenwald fielen dagegen gebietsweise 120 l/m² und mehr, insbesondere durch Tief "Joi" am 13. sowie ungewöhnlich kräftige Gewitterregen am 23.
des Monats. Aus der Region wurden örtlich Überschwemmungen und schwere Schäden gemeldet. Am 29. meldete Aachen-Ohlsbach nach Durchzug kräftiger Gewitter mit 63,3 l/m² die bundesweit größte Tagessumme.

April verwöhnte Deutschland mit reichlich Sonnenschein
Die Sonnenscheindauer im April überstieg das Soll von 152 Stunden mit über 225 Stunden deutlich. Besonders begünstigt war dabei der Süden Deutschlands mit teilweise mehr als 270 Stunden. Zu den vergleichsweise sonnenscheinärmeren Regionen zählten das Emsland, Münsterland, Ruhrgebiet und die Eifel mit etwa 165 Stunden.

Das Wetter in den Bundesländern im April 2018
(In Klammern stehen jeweils die vieljährigen Mittelwerte der intern. Referenzperiode)

Schleswig-Holstein und Hamburg: Im April 2018 war Schleswig-Holstein mit 9,9 °C (6,6 °C) das vergleichsweise kühlste und mit knapp 60 l/m² (49 l/m²) das zweitniederschlagsreichste Bundesland. Die Sonne schien ungefähr 190 Stunden (164 Stunden). Hamburg gehörte mit rund 11,7 °C (7,5 °C) zu den kühleren Regionen. Die Niederschlagssumme lag bei gut 50 l/m² (50 l/m²), die Zahl der Sonnenscheinstunden bei 190 (156 Stunden).

Niedersachsen und Bremen: Niedersachsen kam auf durchschnittlich 12,0 °C (7,5 °C) und nahezu 200 Sonnenstunden (151 Stunden). Das Emsland erhielt bundesweit am wenigsten Sonne mit örtlich knapp 160 Stunden.
Mit etwa 55 l/m² war es ein vergleichsweise niederschlagsarmes Bundesland, erreichte jedoch trotzdem sein Soll von 52 l/m². Für Bremen notierten die DWD-Experten 11,8 °C (7,6 °C). Die Stadt an der Weser war mit ungefähr 80 l/m² (48 l/m²) und deutlichem Abstand die niederschlags-reichste Region Deutschlands. Lokal heftige Gewitter führten am 13. in Bremen und der Lüneburger Heide zu großen Niederschlagsmengen, Bremen (Bürgerpark) registrierte 47,1 l/m². Die Sonne schien 190 Stunden (155 Stunden).

Mecklenburg-Vorpommern: Mecklenburg-Vorpommern war mit 10,6 °C (6,7 °C) das zweitkühlste Bundesland. Die Klimaexperten des DWD notierten aufgerundet 40 l/m² (42 l/m²) und etwa 215 Sonnenstunden (167 Stunden). Starkschneefall sorgte am Ostersonntag an der gesamten Ostseeküste für ein großes Verkehrschaos: Tribsees, südwestlich von Stralsund, meldete beispielsweise eine Schneehöhe von 20 cm.

Brandenburg und Berlin: Mit 13,0 °C (7,8 °C) war Brandenburg nach Berlin das zweitwärmste und mit nur rund 30 l/m² (41 l/m²) ein recht niederschlagsarmes Bundesland. Die Sonne schien über 245 Stunden (163 Stunden). Berlin war mit 13,8 °C (8,4 °C) sowohl das wärmste als auch mit gut 255 Stunden (161 Stunden) das sonnen-scheinreichste Gebiet. Die Niederschlagssumme betrug etwa 35 l/m² (40 l/m²).

Sachsen-Anhalt: Sachsen-Anhalt war diesmal mit 13,0 °C (7,8 °C), zusammen mit Sachsen und Brandenburg, das zweitwärmste Bundesland. Der DWD registrierte aufgerundet 35 l/m² (43 l/m²) und beinahe 245 Sonnenstunden (152 Stunden).

Sachsen: In Sachsen sowie in Thüringen war die Abweichung zwischen dem Temperaturmittel von 13,0 °C und dem Soll (7,3 °C) bundesweit am größten. Der Freistaat zählte zu den wärmsten und mit über 250 Stunden (150 Stunden) zu den sonnenscheinreichen Regionen. Der Niederschlag summierte sich auf knapp 40 l/m² (57 l/m²).

Thüringen: In Thüringen, wie auch in Sachsen, war die Abweichung zwischen dem Temperaturmittel bundesweit am größten. Für den April ermittelte man 12,5 °C (6,8 °C), abgerundet 35 l/m² (58 l/m²) und etwa 230 Sonnenstunden (147 Stunden). Am 2. April lag der Schnee in Neuhaus am Rennweg im Thüringer Wald 22 cm hoch.

Nordrhein-Westfalen: Nordrhein-Westfalen kam im April auf eine Mitteltemperatur von 12,8 °C (7,9 °C) sowie eine Niederschlagsmenge von etwa 45 l/m² (62 l/m²). Hier ließ sich die Sonne nahezu 190 Stunden (148 Stunden) blicken, trotz deutlichem überschreiten des Klimasolls gehörte es zu den sonnenscheinärmsten Bundesländern. Im Münsterland, im Ruhrgebiet und in der Eifel zeigte sich die Sonne deutschlandweit mit gebietsweise rund 160 Stunden weniger häufig. Nach dem Durchzug heftiger Gewitter am 29. registrierte Aachen- Orsbach mit 63,3 l/m² die größte Tagesmenge.

Hessen: Für Hessen notierte der DWD 12,6 °C (7,5 °C), annähernd 55 l/m² (59 l/m²) und knapp 225 Sonnenstunden (152 Stunden). Starkregen, der am 13. durch Tief "Joi" herangeführt wurde, sorgte gebietsweise für Niederschlagssummen von über 40 l/m² in 12 Stunden. Rabenau- Geilshausen registrierte hierbei die deutschlandweit größte Tagesmenge mit 49,5 l/m². Der hessische Odenwald zählte mit über 120 l/m² zu den niederschlagsreichsten Regionen Deutschlands. Immer wieder neue Gewitterzellen führten dort am 23. zu enormen Regenmengen - innerhalb von zwei Stunden fielen laut Auswertung von Radardaten bis zu 80 l/m². In Hetzbach, nordöstlich von Heidelberg, konnte die Mümling die Wassermassen nicht mehr fassen und schoss wie ein reißender Fluss die Hauptstraße hinunter. Es entstanden enorme Schäden. Am Morgen des 6. meldete Fritzlar, südwestlich von Kassel mit -4,9 °C den bundesweit tiefsten Temperaturwert des Monats.

Rheinland-Pfalz: Die DWD-Experten registrierten in Rheinland-Pfalz 12,8 °C (7,8 °C), rund 35 l/m² (57 l/m²) und aufgerundet 220 Sonnenstunden (151 Stunden).

Saarland: Im April notierte man für das Saarland durchschnittlich 12,5 °C (8,2 °C), etwa 45 l/m² (64 l/m²) und nahezu 215 Sonnenstunden (155 Stunden).

Baden-Württemberg: Hier lag die Monatsmitteltemperatur bei 12,4 °C (7,4 °C). Mit nahezu 30 l/m² (78 l/m²) war es ein besonders niederschlagsarmes Bundesland - die Bodenseeregion erhielt örtlich nur etwa 10 l/m². Die Sonne schien gut 250 Stunden (151 Stunden). Die bundesweit höchste Temperatur, der erste "Heiße Tag" des Jahres, wurde am 22. in Ohlsbach, südöstlich von Offenburg, mit 30,4°C gemessen. Im Lee der Schwäbischen Alb schien die Sonne bis zu 270 Stunden.

Bayern: In Bayern betrug die Monatsmitteltemperatur 12,5 °C (7,0 °C). Mit einer Niederschlagsmenge von nahezu 25 l/m² (70 l/m²) erreichte der Freistaat nur 39 Prozent seines Solls und war damit das niederschlagsärmste Bundesland. Die Hallertau und der Gäuboden erhielten örtlich nur rund 10 l/m² an Niederschlag. Mit gut 250 Stunden (154 Stunden) war es eine besonders sonnenscheinreiche Region.

Alle in dieser Pressemitteilung genannten Monatswerte sind vorläufige Werte. Die für den letzten Tag des Monats verwendeten Daten basieren auf Prognosen.
Bis Redaktionsschluss standen nicht alle Messungen des Stationsnetzes des DWD zur Verfügung.


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