Bildungsmonitor 2022: Bildungssystem in Sachsen-Anhalt weist große Schwächen auf

Kreide
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Berlin. INSM. SachsenAnhalt landet im Bildungsmonitor 2022 auf dem 15. Platz. Der Bildungsmonitor wurde vom Institut der deutschen Wirtschaft erstellt und zeigt auf, inwieweit das Bildungssystem eines Bundeslandes zum Wachstum und Wohlstand der Wirtschaft beiträgt. Die Ergebnisse der Studie sind vor diesem Hintergrund zu interpretieren und einzuordnen.

Die Zahlen kommen von verschiedenen statistischen Einrichtungen wie beispielsweise den Statistischen Landesämtern und werden in Punkte umgerechnet. Sachsen landete beim Bildungsmonitor auf dem 1. Platz, Bremen auf dem letzten Platz.

Das Ranking beim Bildungsmonitor 2022

Grafik: INSM-Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft

 

Die Stärken unseres Bildungssystems

Die Bildung im Land weist Stärken in den Handlungsfeldern Schulqualität und Förderinfrastruktur auf. So erreichen die Schülerinnen und Schüler im Durchschnitt hohe Kompetenzen in Mathematik und in Naturwissenschaften. Zudem nutzen viele Kinder Ganztagsangebote in Kita und Grundschule.

Die Schwächen unseres Bildungssystems

In Sachen Digitalisierung wird SachsenAnhalt nur Vorletzter. Verbesserungspotenzial gibt es in Sachsen-Anhalt vor allem bei der Ausstattung der Schulen mit schnellem WLAN. Sachsen-Anhalt belegt hier den letzten Platz aller Bundesländer. In der Folge werden auch weniger häufig täglich digitale Medien im Schulunterricht eingesetzt als in vielen anderen Bundesländern.

Besonders problematisch ist die Verfügbarkeit von Lehrkräften. Die unausgewogene Altersstruktur der Lehrer insbesondere an allgemeinbildenden Schulenführt dazu, dass Sachsen-Anhalt auch hier das Schlusslicht aller Bundesländer bildet.

Der Anteil der Schulabsolventen ohne Abschluss ist in Sachsen-Anhalt gerade unter Ausländern sehr hoch. Im Jahr 2020 erreichten in Sachsen-Anhalt 24,7 Prozent der ausländischen Schulabsolventen keinen Abschluss (Bundesdurchschnitt: 14,6 Prozent).

Auch die Schüler-Lehrer-Relation fiel in den Kindertagesstätten, an den Grundschulen und an den Ganztags-Berufsschulen schlechter aus als im bundesdeutschen Durchschnitt.